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Nepal Reisetips & Informationen

Nepal Reisetips und Informationen fürs Trecking

Reisezeit:

Üblicherweise wird in den Reiseführen als bester Monat der Oktober angegeben. Ich habe aber schon oft erlebt oder gehört, das es im Oktober noch manchmal tagelang regnen kann. Darum empfehle ich eher Ende Oktober bis Anfang Dezember. Im November habe ich immer Wochen mit blauen Himmel gehabt, allerdings wird es Ende November schon empfindlich kalt, so dass man unbedingt eine gute Daunenjacke benötigt. Diese kann man allerdings für unter eine Mark pro Tag in Kathmandu oder Pokhara ausleihen . Ab Mitte Dezember können dann die hohen Pässe und das Everestgebiet zuschneien, dreimal habe ich dies am Heiligabend oder Weihnachten erlebt.

Im Herbst blühen die Weinhnachststerne, die in Nepal bis zu 6 m hoch werden können!

Ab Mitte Februar sind wieder die meisen hohen Treckinrouten offen und im März blühen die Rhododendronbäume ( bis zu 15 m hoch mit dicken Stämmen. Der Laurebina la zwischen Helambu und Langtang ist allerdings oft noch bis Ende März verschneit, da er auf der Südseite der Berge liegt. Im März hat man morgens meistens passable Bergsicht, die nachmittags oder später im ganzen April kaum noch gegeben ist. Ich habe allerdings mehrere Trecker getroffen, die auch noch Ende April im Everestgebiet Wunderbare Sicht hatten.

Einreise und Visa

Visa gibt es problemlos direkt am Flughafen, seht auch in der Nepallink-Seite nach, dort gibt es aktuelle Links.

Reisegruppe oder Einzelreise?

Dies hängt sehr vom eigenen Geschmack ab. Wer gerne in der Gruppe wandert, findet absolut preiswerte organisierte Touren, seit auch die sogenannte Lodgetouren angeboten werden. Früher bedeutete eine organisierte Tour meist, dass man mit Zelten und einer riesigen Träger- Truppe durch die Lande zog. Ich bin sehr vielen Treckern begegnet, die schon mehrere Male organisiert getreckt  und augenscheinlich sehr zufrieden waren.

Hier Links zu einigen  deutschen Reiseveranstaltern:

Himalaya Fair Trecking

Wikinger Reisen

DAV Summit Club

Hauser Exkursionen

Henkalaya Reisen

Himalaya-adventure

und individuell?

In den Haupttreckinggebieten im Annapurna-, Helambu/Langtang- und Everestgebiet gibt es regelmäßig Hüten oder Gasthöfe in denen man lecker essen und übernachten kann. Man nimmt üblicherweise seinen eigenen Schlafsack mit, kann aber auch meistens Zusatzdecken bekommen!

Von daher ist es überhaupt kein Problem als Einzelner oder in einer kleiner Gruppe zu trecken!

Den wesentlichen Vorteil sehe ich darin, dass man ganz sein eigenes Tempo gehen kann, dass heißt  mal einfach einen Nachmittag in einem schönen Dorf zu bleiben und die Leute kennenlernen oder z.B. bei Krankheit einfach mal zwei Tage Pause machen zu können.

Auch wenn sie ganz alleine lostrecken, werden Sie nie lange alleine sein, denn unterwegs trifft man immer wieder andere Trecker, geht vieleicht zusammen oder trifft sich wieder in den Lodges oder den Teehäusern.

Ich habe noch immer eine ganze Reihe von Freunden, die ich so auf meinen verschiedenen Trecks kennengelernt habe. Es ist natürlich einfacher, wenn Sie  Englisch sprechen können, aber es gibt immer viele Trecker aus Deutschland, Östereich und der Schweiz, so dass man auch nur mit Deutsch durchkommt.

Soll man sich einen Träger nehmen?

Träger ist in Nepal ein anerkannter Beruf und viele Nepalesen sind darauf angewiesen, so Geld zu verdienen. Allerdings tun wir Europäer uns oft schwer, jemand anderes schwitzend unser Gepäck tragen zu lassen. Ich bin sowohl mit Träger als auch ohne Träger unterwegs gewesen.

Wenn Sie Ihr Gepäck alleine tragen, sollte es wenn möglich nicht über 15 kg wiegen und es lohnt sich, schon ab 6 Wochen vorher mit einem schwereren Rucksack zuhause zu trainieren.

Prinzipiel erhöht ein Träger die Sicherheit, da er ja zugleich als eine Art von Führer dient und ggf. Hilfe holen kann. Viele Träger nennen sich auch Porterguide. Wenn man einen netten Träger bekommt, erhöht dies eindeutig den Genuss der Tour und Sie werden mehr sehen und erleben.

Ich habe aber auch schon ( sehr wenige) Leute getroffen, die mit Ihren Trägern kreuzglücklich waren. Folgenden sollten sie beachten:

Grundsätzlich sind Sie verantwortlich für die Sicherheit Ihres Trägers.  Besonders wenn Sie auf große Höhen gehen (Annapurna Runde oder Everestgebiet) sollten Sie streng auf eine gute Ausrüstung achten die Sie ggf. problemlos mieten können. Viele Nepalesen werden Ihnen sagen, dass Sie schon oft  mit Turnschuhen und einer kleinen Windjacke über die hohen Pässe gegangen wären. Sie wollen auf keinen Fall den Job verpassen  und  hoffen, dass es später auch gehen wird. Falls aber dann eine Schlechtwetterperiode mit Schnee kommt, haben Sie und Ihr Träger ein großes Problem. Er riskiert Erfrierungen und Schäden ( nur um seinen Job zu machen) was auch für Sie entsetzlich ist. Es kann auch passieren, dass er dann einfach Angst bekommt und sie stehen plötzlich ohne Träger da!

Ich achte immer darauf, dass meine Träger bei Hohen Treckingtouren wie ich ausgerüstet sind! ( Daunenjacke, Sonnenbrille, Handschuhe und schneefeste Schuhe). Bestehen sie auch bei einer organisierten Treckingtour, dass alle Träger und die Küchencrew ausreichen ausgerüstet ist.

Rechnen sie zwischen 15-25 DM am Tag ( Stand 2000). Sie können einen Träger über eine Trecking-Agentur anheuern oder z.B. in Jiri oder Pokhara im Hotel fragen. In allen Fällen wird die Agentur oder das Hotel die Differenz zwischen dem Nepalesischen Standardlohn und dem ausgehandelten Preis vom Träger zurückverlangen. Also feilschen Sie feste mit den Vermittlern und geben Sie später ein ordentliches Trinkgeld.  In dem Preis sollte schon das Essen inbegriffen sein, so vermeiden Sie lästige Diskussionen.

Ich persönlich freue mich jedesmal aufs neue, wieder mit meinen Trägern zu trecken, da sich eine richtige Freundschaft entwickelt hat.

Höhenkrankheit

In Nepal führen schon die Standardstrecks “Rund um die Annapurnas“und in das Everestgebiet in Höhen von über 5400 m. Aber schon weit unter 4000 m kann in Einzelfall die Höhenkrankheit tödlich enden.

Wenn der Körper nicht geügend Zeit hatte, sich an die Höhe anzupassen, kann dies zu einem tödlichen Gehirn- oder Lungenödem führen. Erstaunlicherweise erkranken und sterben prozentual wesentlich mehr Leute aus geführten Gruppen als Einzelreisende. Dies wird darauf zurückgeführt, dass kranke Teilnehmer aus falscher Rücksicht nicht die ganze Gruppe aufhalten wollen und oft nicht früh genug dem Leiter ihre Beschwerden erzählen und es sowieso eher einen Gruppenerfolgsgrupp gibt. Zudem gehen Gruppen oft relativ schnell!

Man unterscheidet 3 Krankheitsbilder

AMS Acute Mountain sickness: Symptome: Kopfschmerzen, Übelkeit, starke Mattigkeit usw. Maßnahme:Auf keinen Fall weiteraufsteigen, auf der gleichen Höhe bleiben oder absteigen. Zur Unterstützung der Akklimatisierung nehmen viele Leute DIAMOX

HACE Hight altitude Cerebral Edema ( Gehirnödem) Steigern sich die Symptome stark z.B. mit sehr starken Kopfschmerzen, Gleichgewichtsstörungen, merkwürdigem Verhalten, Seh- und Höhrschwierigkeiten, so könnte dies der Beginn eines Gehirnödems sein. Jetzt heißt es sofort  und ohne zu zögern absteigen, am besten mehrere hundert Meter oder bis zu dem Punkt, wo noch gar keine Symptone aufgetreten waren. Bleiben sie nicht oben, um auf einen Helikopter zu warten. Deswegen sind schon Leute in Namche Basar gestorben. Als Notfallmedikament und nur um überhaupt absteigen zu können, kann man 8 mg Dexamethasone und anschließend alle 6 Stunden 4 mg einnehmen. Dexamethason kann sehr billig in Nepal in jeder Apotheke gekauft werden, sollte aber wie gesagt nur in (lebensbedrohlichen) Situation benutzt werden. Ich persönlich habe Leute gesehen, die  so wieder in der Lage waren, auf Ihren eigenen Beinen herunter zu gehen. Ist ein Abstieg in der Nacht sehr gefährlich, kann einem Dexamethasone evtl erlauben, bis zum Morgen zu warten.

HAPE High Altitude Pulmonaria Edema (Lungenödem) Wenn ein plötzlicher sehr starker Leistungsabfall, evtl. aber nicht unbedingt mit Husten und rasseldem Atem verbunden , bemerkt wird, kann dies auf ein Lungenödem hinweisen. Tückisch ist, dass die Symptome nicht immer deutlich sind man nicht durch Kopfschmerzen gewarnt wird und deswegen gerade die Sportskanonen weitergehen wollen und Ihre Schwäche nicht zeigen wollen. Auch hier hilft nur: Sofortiger und schneller Abstieg. Helfen kann auch Adalat oder Nifedifin. Warten Sie auf keinen Fall auf einen Helikopter.

Wie kann man Höhenkrankheit verhindern?

Höhenkrankheit hat nichts mit Fitness zu tun sondern nur, ob der Körper ausreichen Zeit zur Anpassung hatte. Legen Sie deshalb ab 3000m ca alle 1000 m einen Akklimatisationstag ein und versuchen Sie pro Nacht nicht mehr als 500 m höher als in der vorigen Nacht zu schlafen. Jeden Tag den Sie für die Akklimatisierung verwenden, bekommen Sie als doppelten Genusstag zurück! Planen Sie deshalb genug Zeit ein!

Achten Sie auf Ihren Körper und auf eventuelle leichte Symptome. Gehen Sie nicht höher, wenn welche auftreten und kehren Sie um, falls sie ernster werden. Spielen Sie nicht den Helden, der mit zusammengebissenen Zähnen weitergeht, auch wenn Ihre Gruppe deshalb nicht weiterkommt. Ein Nepalurlaub ist einfach die falsche Zeit um ins Gras zu beißen.

Informieren Sie sich über alle Aspekte der Höhenkrankheit, z.B. im Reiseführern, aus Büchern usw. Wenn Sie englisch können und medizinisch vorgebildet sind klicken sie auf  http://www.high-altitude-medicine.com/AMS-medical.html

Ich habe immer bei den Hochtouren jeweils einen Strip Diamox, Dexamethason und Nifedifin dabei, die man in Katmandu kaufen kann.

Achten Sie auch bei Ihren Freunden auf Symptomen und fals Sie welche vermuten, überzeugen Sie sie , früh genug abzusteigen. Beachten sie bitte auch, dass auch Nepalesen höhenkrank werden können.

 

Wer langsam genug aufsteigt hat selten Probleme

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